EIN KURZER ROMAN ÜBER MICH :-)
 
Hallo, mein Name ist Thomas Riccardi, ich bin im März 1973 geboren und Vater eines erwachsenen Sohnes. Seit 1998 lebe und arbeite ich freiberuflich in Berlin. Ich bin kein selbsternannter Coach und auch nicht bekannt aus Funk und Fernsehen. Ich bin kein Psychologe, Therapeut und auch kein NLP-Trainer. Ich praktiziere keine bestimmte "Methode", die ich mir von irgendjemandem abgeschaut habe, und ganz sicher bin ich keiner dieser Tschaka-Tschaka-Motivations-Gurus mit einem Zehn-Punkte-Plan für unendlichen Reichtum, Schönheit und ewiges Glück. Ich bin lediglich ein ganz normaler Typ, der in der Lage ist, seinen eigenen Kopf zu benutzen und aus Erfahrungen und Fehlern zu lernen.
 
Bitte verstehe mich nicht falsch, ich habe nichts gegen die oben aufgeführten Tätigkeitsbereiche, es ist nur so, dass ich selbst mein ganzes Leben mit Psychologen und Therapeuten zu tun hatte, doch wirklich helfen konnte mir keiner von ihnen, weil sie überhaupt nicht in der Lage waren nachzuvollziehen, was in mir vorgeht und wie ich mich wirklich fühle. Dies soll kein Vorwurf sein, doch wie soll sich jemand in einen kleinen Jungen hineinversetzen können, der selbst noch nie Höllenqualen erlebt hat? Du kannst jahrelang studieren, du kannst alle Bücher über die menschliche Psyche lesen, die es auf dieser Welt gibt, aber Du wirst niemals wissen, wie es sich anfühlt, missbraucht, geschlagen und gequält zu werden. Ich wollte meinem Leben bereits mit acht Jahren ein Ende setzen, dazu wollte ich an einem Hochspannungsmast emporklettern und dann an die Leitungen fassen, ich kam jedoch nicht hoch, dann versuchte ich es mit dem Strom aus der Steckdose, was aber auch nicht funktioniert hat. Ich habe es mit elf Jahren und dreizehn Jahren weitere Male vergeblich mit Schlaftabletten versucht und es letztlich aufgegeben. Dafür, dass ich vom Gedanken der Selbsttötung abgelassen habe, war aber nicht mein Heimleiter mit einer psychologischen Ausbildung verantwortlich, sondern eine ganz normale Angestellte, die mir half, einen Weg zurück ins Leben zu finden!
 
Das Leben war mein Studium; was es mir beigebracht hat, steht in keinem Buch und wird an keiner Universität gelehrt. Bis zu meinem sechzehnten Lebensjahr habe ich in Kinder- und Jugendheimen für Schwererziehbare gelebt. Hier habe ich alles für mein späteres Leben gelernt und mir Fähigkeiten angeeignet, die mich weitergebracht haben, und mit denen ich auch Dir helfen kann, in Deiner persönlichen Entwicklung voranzukommen. Auf dieser Seite wirst Du keinen einzigen schlauen Kalenderspruch von irgendeinem noch schlaueren Gelehrten finden. Mich hat noch nie interessiert, was andere sagen, sondern ausschließlich, was sie tun oder getan haben. Wenn ich in meinen Seminaren von etwas spreche, dann hast Du die Garantie, dass ich weiß, von was ich rede, denn ich habe die Dinge selbst erlebt und ich weiß, wie sie sich anfühlen. Ich habe gelogen, betrogen, anderen Schmerzen zugefügt und diese Schmerzen in unterschiedlicher Form selbst erfahren. Ich weiß, wie es ist, in einem schwarzen Loch zu sitzen und nicht mehr zu wissen, wie man da rauskommt. Aber vor allem – und das ist für mich das Wichtigste – habe ich den festen Glauben, dass es immer einen Weg gibt, dass es immer weitergeht!
 
Schon als Kind musste ich mich auf viele verschiedene Menschen einstellen. Menschen, die teilweise psychisch krank waren und sehr viele Probleme mit sich selbst und ihrer Umwelt hatten, dadurch habe ich ein extremes Feingefühl und Gespür für Situationen und Emotionen entwickelt. Kinder können grausam sein, vor allem, wenn ihnen Leid zugefügt wurde. Da ich nie zu den Stärksten im Erziehungsheim gehörte, war es für mich lebenswichtig, meine Mitbewohner genau zu kennen und auf jeden Einzelnen individuell einzugehen. Ich kann mich bestens in mein Gegenüber hineinversetzen, bin ein aufmerksamer Zuhörer und wortgewandter Redner, was mir so manche Tracht Prügel erspart hat. Wenn Du mit mir eine Einzelsitzung hast oder in eines meiner Seminare kommst, dann kannst Du Dir sicher sein, dass Du meine gesamte Aufmerksamkeit hast, und dass ich mich wirklich dafür interessiere, was in Dir vorgeht und was Dich bewegt, und vor allem, dass es mein wahrer Wunsch ist, Dir weiterzuhelfen. Ich gebe Seminare nicht, weil ich es muss, oder weil ich damit das große Geld verdienen möchte, sondern aus einer tiefen inneren Überzeugung, dass es meine Aufgabe ist, anderen zu helfen. Das hört sich jetzt vielleicht etwas esoterisch an, doch genau so ist es.
 
Von meinen Erfahrungen, auch wenn sie oft schmerzvoll waren, habe ich im späteren Leben nur profitiert. Nach meiner Ausbildung im Groß- und Außenhandel habe ich erfolgreich mehrere Sportfilialen geleitet. Die positiven Rückmeldungen meiner Mitarbeiter und das herzliche Arbeitsklima gehören zu meinen beruflich schönsten Erinnerungen. Im Alter von 26 habe ich schließlich zum größten Sport- und Textilhersteller der Welt gewechselt – NIKE. Als Teil eines großartigen Management-Teams war ich für die Eröffnung des ersten NIKETOWNS in Europa mitverantwortlich. Wir stellten ca. 150 Mitarbeiter ein und auch hier hat sich mein in der Vergangenheit erworbenes Feingefühl voll ausgezahlt. Haben meine Kollegen oftmals nur gelernte Mitarbeiter eingestellt, so habe ich auch Menschen eine Chance gegeben, die entweder keine Ausbildung hatten, oder aus einem völlig anderen Bereich kamen. Ich habe eine Schar von vermeintlichen Außenseitern um mich vereint und aus ihnen das mit Abstand erfolgreichste Verkaufsteam gebildet. Hier im Beruf, wo viele nur die Ellenbogen ausfahren und an ihren eigenen Arsch denken, haben sich tiefe Freundschaften gebildet, die auch nach vielen Jahren noch Bestand haben. Darüber bin ich sehr glücklich und auch stolz, denn am Ende trug ich alleine die Verantwortung für die Mitarbeiter, welche ich ausgewählt hatte.
 
Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören; dies habe ich dann auch getan und meinen gut bezahlten Job bei NIKE gekündigt, um mir mit dreißig Jahren noch einige Jugendträume zu erfüllen. Das hört sich jetzt relativ einfach an, war es aber nicht. Da ich kein Netz in Form einer Familie habe, das mich auffängt, wenn ich falle, muss ich mir meine Schritte, die ich im Leben mache, genau überlegen. Am Ende war es ein Mann ohne Arme und Beine, der vor dem NIKETOWN im Rollstuhl saß und bettelte, der mich motivierte und mir den Mut gab, alle finanziellen Sicherheiten hinter mir zu lassen und meine Träume und Wünsche zu verwirklichen. Wir unterhielten uns und er sagte mir, dass er alles tun würde, wenn er Arme und Beine dafür bekommen würde. Ich schämte mich vor ihm und mir selbst, dass ich so feige war – was hatte ich zu verlieren? Am nächsten Tag habe ich gekündigt, um eine Schauspielausbildung zu beginnen. Nach bestandener Prüfung habe ich direkt im Anschluss noch eine Ausbildung zum Film- und Videoeditor absolviert, um mich dann als Fotograf selbständig zu machen. Da meine künstlerische Ader immer noch nicht ganz befriedigt war, habe ich auch noch zwei Drehbücher geschrieben und erfolgreich verkauft, leider wurden sie noch nicht verfilmt.
 
Heute arbeite ich für einen TV-Sender, mache in meiner Freizeit immer noch sehr gerne Fotos und natürlich liebe ich es, Seminare zu verschiedenen Themen zu geben. Hierbei treibt mich die Liebe zu Menschen an, die in ihrem Leben etwas verändern möchten, aber nicht wissen wie, oder die einfach mal jemanden brauchen, der sie etwas anschiebt oder eine neue Sichtweise aufzeigt. Ich selbst hatte das große Glück, in meinem Leben Menschen zu treffen, die mir geholfen haben, meinen Weg zu finden, und nun möchte ich etwas zurückgeben. Viele glauben, man könne die Welt nicht verändern, und vielleicht ist das auch so, aber sicherlich kann man in seinem direkten Umfeld etwas verändern und damit die Welt doch ein klein wenig verbessern! Wenn ich mit meinen Seminaren und Sitzungen nur einem Menschen in irgendeiner Form weiterhelfen kann, dann habe ich mein Ziel bereits erreicht und bin glücklich! Dass ich danach nicht aufhöre, versteht sich von selbst. Vielleicht bist Du dieser Mensch.